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Fische können Schmerz empfinden
Die Diskussion, ob Fische Schmerz erleben oder lediglich auf „einfache Reize“ reagieren, ist müssig. Meist widerspiegelt dies die Geisteshaltung der jeweiligen Interessengruppen. Die Behauptung Fische empfinden keine Schmerzen ist bestimmt Falsch. Wahrscheinlich haben Fische ein ganz anderes Schmerzempfinden als Menschen. Die Fachleute sind sich auch heute noch uneinig. Zur Zeit geht man davon aus, dass zwar der Schmerzsinn nur schwach ausgeprägt ist; ethnologisch und neurologisch ist die Leidensfähigkeit von Fischen aber nachgewiesen. Durch gutes Beobachten kann sich jede Person selbst ein Bild machen und die nötigen Schlussfolgerungen anstellen.

Bitterlingsbarben


Was sagt die Wissenschaft
Die bislang umfangreichste Studie zur Neurologie der Fische, in der die Nervensysteme und Reaktionen von Fischen und Säugetieren verglichen wurden, ergab, dass die Fischhirne nicht genügend entwickelt sind, um Schmerz oder Angst zu empfinden. Die Studie wurde von James D. Rose durchgeführt, einem Professor für Zoologie und Physiologie der Universität von Wyoming. Dieser beschäftigt sich seit fast 30 Jahren mit neurologischen Fragestellungen. Zudem wertete er die Daten einer grossen Zahl von angesammelten Studien der vergangenen 15 Jahre aus, die sich mit Tieren und ihrer Reaktion auf Schmerz beziehungsweise Reize beschäftigen.
Roses Schlussfolgerung:
«Obwohl es unwahrscheinlich ist, dass Fische Schmerz oder Gefühle wahrnehmen können, antworten sie auf schädliche Reize doch mit starken, unbewussten Stressreaktionen. Daher ist die Vermeidung von möglicherweise schädigenden Stressreaktionen ein wichtiges Thema, wenn es um das Wohl von Fischen geht.»

Was ist Schmerz?
Bei der Fragestellung, ob Fische Schmerz empfinden können oder nicht, ist darzulegen, was Schmerz ist: Schmerz ist eine unangenehme Empfindung und emotionale Erfahrung mit aktueller oder potentieller Schädigung von Geweben. Schmerz kann auch ohne äusseren Stimulus empfunden werden.

Und Fische haben doch Gefühle
Wer Fische eingehend beobachtet, wird Gefühle entdecken. Keine menschlichen Gefühle zwar, aber doch Fischgefühle, die so etwas wie Angst, Freude und vieles mehr erkennen lassen.

Wie begegnen uns Fische?
Fische sind zwar Wirbeltiere, aber Kaltblüter. Ansonsten leben sie in der uns unzugänglichen Wasserwelt, sie bleiben uns daher weitgehend fremd oder ihre Leiden sind uns leider sogar gleichgültig.
Die räumliche Begrenzung und die Wasserqualität stellen in der Aquarienhaltung ethische Grenzen an die Tiergerechtigkeit. Diese muss jeder für sich beantworten. Selbst wenn Fische Schmerz nicht gleich wahrnehmen wie Menschen, müssen wir davon ausgehen, dass sie solchen empfinden können. Die Haut der Fische ist ein empfindliches, von Nerven, wie meist auch mit Seitenlinien durchsetztes Organ. Bereits beim Fang mit dem Kescher kann dieses mehr oder weniger stark beschädigt werden. Ein behutsamer Umgang mit den Fischen ist nicht nur deswegen unabdingbar.

2006 vaz